Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ 2017 in Berlin


Das Team, aus Leo, Karl, Fynn, Herman und Helene bestehend, hatte sich vorbereiten können - mehr oder weniger erfolgreich, mehr individuell als im Team, aber immerhin. Die letzte Trainingseinheit musste krankheitsbedingt ausfallen, sodass das Boot vom BRC Ägir erst am Regattatag aus Friedrichshagen nach Grünau gerudert werden konnte.
Das Meldeergebnis zeigte eine starke Konkurrenz. Das war zu erwarten, denn nicht nur in diesem Rennen stiegen etablierte Rennruderer ins C-Boot, um die Regatta zu fahren. 13 Teams aus der ganzen Bundesrepublik hatten gemeldet.
Vorlauf:
Die starken Brandenburger aus KW, die wir schon aus dem Landesfinale kannten, waren dem Vorlauf zugelost worden. Es gab also schon einen Orientierungspunkt. Es ging im Vorlauf darum auszuloten, was geht. Nach dem Start fuhr das Team zunächst gut mit, musste dann aber der fehlenden Vorbereitung Tribut zollen und sollte, wenn es keine Chance auf eine direkte Qualifikation gab, die Kraft herausnehmen, damit diese für den Hoffnungslauf zur Verfügung stand.                                    (K. Harke, Karl wollte nicht! ?)

Hoffnungslauf

Direkt auf unserem Weg zum Start des Hoffnungslaufes, hatten wir leider einen Zusammenstoß mit einem Markierungspfosten der Regattastrecke. Durch den Aufprall wurden ein Ausleger und ein Skull so beschädigt, dass es unmöglich wurde mit diesem Boot das Rennen anzutreten. Wir mussten also wieder anlegen. Nachdem das Unglück der Regattaleitung gemeldet wurde, hatte Hr. Harke eine viertel Stunde Zeit, um dieser zu melden, ob wir doch noch zum Hoffnungslauf antreten oder schadenbedingt aufgeben. Der Hoffnungslauf wurde derweil verschoben. Die Hilfsbereitschaft auf dem Sattelplatz war groß und wir konnten unser beschädigtes Boot gegen ein fremdes Boot eintauschen. Der Ruderverein Empor war so freundlich uns eines von seinen Booten für dieses Rennen zu leihen. Es war zwar kein Vergleich zu dem fast neuen Boot vom BRC Ägir, welches wir vorher leider beschädigt hatten, aber wir konnten weiter antreten. Schon beim Einlegen des Bootes ins Wasser merkten wir den deutlichen Gewichtsunterschied und beim Rudern machten die schwergängigeren Rollsitze das Rudern zu einer recht ungeschmeidigen Angelegenheit.
Das anschließende Rennen, in dem wir mindestens Zweiter hätten werden müssen, um uns für das A-Finale zu qualifizieren, lief leider nicht wie erhofft. Nach einem guten Start konnten wir mit den anderen mithalten, konnten jedoch die Geschwindigkeit nicht halten. So liefen wir auf Platz fünf im Ziel ein und waren somit nur noch für das B-Finale qualifiziert. Das Boot gaben wir mit Dank gleich beim RV Empor zurück.                 (Herman)

B-Finale Mittwoch 20.9.

Am Vortag ein wenig vom Pech verfolgt, hatten wir am Finaltag nichts mehr mit der Entscheidung im Bundesfinale zu tun. Es ging nun im B-Finale darum für Berlin und unsere Schule den Wettkampf anständig zu beenden. Wir fuhren nun mit dem Boot aus dem Landesfinale an den Start, welches von den Schiedsrichtern am Steg misstrauisch beäugt, nach Rücksprache mit der Rennleitung aber ausnahmsweise für das Rennen zugelassen wurde. Nach einem guten Start schafften wir es die Boote aus Bremen und Rheinland-Pfalz hinter uns zu lassen und lieferten dem Boot vom Bessel(sport)gymnasium in NRW ein hartes Rennen, bei dem das NRW-Boot die Bugspitze 2/10 früher über die Ziellinie schob. Trotzdem endlich richtig gerudert, richtig gekämpft und einen Achtungserfolg erzielt!
Ohne Unfall und einem echten Rennen im Hoffnungslauf wäre sicherlich mehr drin gewesen. Wir freuen uns auf unseren zweiten Versuch im nächsten Jahr und hoffen auf den Nachwuchs, denn Herman ist im nächsten der Wettkampfklasse II entwachsen!         (Leo)

Abschlussfeier JtfO

Am Abend des Tages an dem wir das B-Finale fuhren war in der Max Schmeling Halle die Abschlussfeier von „Jugend trainiert für Olympia“. Dort fand für jede Sportart die offizielle Siegerehrung statt.
Als wir die Halle betraten waren wir sehr überrascht darüber wie viele Leute aus ganz Deutschland schon dort waren.
Um 19 Uhr startete dann die Siegerehrung. Nacheinander wurden Filme zu jeder Sportart gezeigt und anschließend die Sieger geehrt. Bekannte Sportler wie Robert Harting sprachen in kurzen Interviews darüber wie sie zu ihrem Sport gekommen sind und welche Erfahrungen sie mit „Jugend trainiert für Olympia“ gemacht haben. Anschließend nahmen sie die Siegerehrungen vor.
Gegen 21 Uhr ging dann die eigentliche Feier los. Dafür wurde eine Live-Band engagiert. Diese spielte bis 23 Uhr Musik. Desweiteren gab es Cocktails und für jede Person ein freies Getränk und ein freies Essen. Um 23 Uhr war die Feier zu Ende – wie gut, dass für uns die Schule am nächsten Tag erst zur 3. Stunde begann!                (Fynn)

P.S.: Das Boot wurde schnell wieder von der FA. InsideBoot repariert, da es sehr bald vom BRC Ägir wieder für die nächste Regatta gebraucht wurde. Die Begleichung der Rechnung wurde mit etwas Mühen über einen Mäzen des Fördervereins und die Haftpflichtversicherung der Schulstiftung abgewickelt, sodass schlussendlich „das blaue Auge doch gut verheilen konnte“. Vielen Dank allen Beteiligten!!!!