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Möbeltischlerei ESK - Schüler*innen gestalten ihre eigene Lernumgebung

 

Individuell, inklusiv, ganztägig und digital – was Schule leisten soll, wird immer komplexer. Aber die Unterrichtsräume sehen auch bei uns oft noch so aus wie vor hundert Jahren – Tische, Stühle und eine Kreidetafel. Kann das funktionieren? Das Projekt LernRAUMlabor will das nun ändern.

Die Kernidee: Kinder und Jugendliche gestalten ihre eigene für sie passende Lernumgebung mit. So werden ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen zu einem Teil des Schulentwicklungsprozesses. Ein Team aus Architekturstudent*innen und Pädagog*innen unterstützt sie dabei.

Unsere 8. Klassen widmeten sich dieser Idee zwei Tage lang. Zunächst fragten sich die Schüler*innen  – wie und wo sie gerne lernen.  Dann  entwarfen sie  erst  Skizzen, später dann 3D-Modelle im Maßstab 1:10, um ihre Klassenräume, den Flur  und den Außenbereich davor neu zu gestalten.

Gemeinsam mit Architekturstudent*innen und Pädagog*innen bauen Teile der Klassen dann im Mai die Möbel aus stabiler Pappe in Originalgröße nach. So entsteht eine für unsere Schule individuelle Möbel- und Lernlandschaft. Haben sich diese Prototypen und die dahinter stehenden  Ideen im schulischen Alltag bewährt, gehen sie in Serie.

Der Projektleiter Andreas Hammon beschreibt die Idee der sogenannten LernRAUMlabore: „Ob Kraken mit Sitzarmen für das Lernen zu zweit oder gepolsterte Kokons für Konzentration und Rückzug – Kinder und Jugendliche haben ein feines Gespür dafür, welche Umgebung sie gerade brauchen. Es ist erstaunlich, wie sich phantasievolle Kinderzeichnungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen decken. Wir müssen nur lernen, die Bilder und ihre Botschaften zu lesen. Das kann Lehrer*innen anregen, Unterrichtsformen und die räumliche Lernumgebung weiterzuentwickeln. Wenn Möbel nicht nur funktionieren, sondern auch Geschichten erzählen und auf den jeweiligen Ort, das Alter und die Lernsituation antworten, dann motiviert das und wirkt sich positiv auf die Lernprozesse sowie die Identifikation mit der Schule aus.“

Besonders lobte er auch unsere Schüler*innen dafür, wie kreativ und konzentriert sie arbeiteten. Eine Jury aus dem Architekten und einigen Lehrern und Lehrerinnen des Jahrgangs bewertete am Ende der beiden Tage die Entwürfe und entschied, was im Mai aus stabiler Pappe  nachgebaut werden wird. Wir sind alle schon gespannt, wie die Bereiche im Jahrgangsflur der 8. Klassen dann aussehen und wie sie uns im beim Lernen und Lehren beeinflussen werden. Bis jetzt hat es allen Beteiligten jedenfalls schon einmal großen Spaß gemacht!