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Bernhard Schlink zu Gast in der ESK

Kürzlich besuchte der Autor Bernhard Schlink eine 10. Klasse unserer Schule. Diese hatte im Unterricht seinen Roman „Der Vorleser“ gelesen, sich darüber Gedanken gemacht und wollte einige offene Fragen mit ihm klären. Das Treffen mit Bernhard Schlink begann mit einer Leserunde, in der wichtige Szenen zusammen gelesen wurden. Anschließend wurde angeregt darüber diskutiert und der Austausch von unterschiedlichen Wahrnehmungen gestartet. Wir haben festgestellt, dass man in der Schule die Texte von vorne bis hinten durchanalysiert und sich die ganze Zeit fragt, warum. Der Autor wiederum macht sich keine Gedanken darum, ob an die Stelle jetzt eine Metapher oder doch eine Personifikation gehört. Bernhard Schlink erklärte uns, dass er meist einfach darauf los schreibt, dann jedoch auch manchmal ganze Seiten streicht. Vielleicht ist dies ein deutliches Zeichen, wie viel Arbeit so ein Buch letztlich macht.
Bernhard Schlink verpackt in seinen Geschichten einen tieferen Sinn, welcher durchaus einen autobiographischen Kern hat. Auf unsere Nachfrage hin, welche autobiographischen Bezüge es zu dem Vorleser gibt, reagierte Bernhard Schlink distanziert und meinte, es gebe lediglich kleine Überschneidungen. Zudem sind manche Bezüge privat und der Leser soll sich seinen eigenen Teil denken.
Bernhard Schlink hat Jura studiert. Während des Studiums entstand sein Interesse an Dilemma-Problemen.
In Bezug auf den Film, der nach dem Buch entstanden ist, bedankte er sich für die enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Er konnte mitentscheiden, wie der Film aufgebaut wurde, was ihm viel Freude bereitete.
Da im Film einige Szenen stark geändert wurden, stellten wir uns die Frage, was er dazu denkt. Er antwortete auf unsere Nachfrage hin: „Ein Film ist etwas ganz anderes als ein Buch.“
Jedenfalls war der Besuch für uns sehr spannend.
(Ein Schüler der Klassenstufe 10)