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Austauschfahrt nach Pamplona


Unser Schüleraustausch dauerte vom 23.09. bis zum Tag vor den Herbstferien am 02.10. 2019. Schon früh um 5:30 Uhr trafen wir uns am Flughafen Tegel und landeten nach dem Umsteigen in Frankfurt ein paar Stunden später in Pamplona.
Die spanischen Gastfamilien hatten Fahrgemeinschaften gebildet, mit denen sie uns Schüler nach der Ankunft zum Instituto gefahren haben. Nach ein bisschen Freizeit dort holte mich Marc, mein Austauschschüler, nach seinem Unterricht ab. Zum Glück hatten wir nur einen Fußweg von drei Minuten, da die Gastfamilie gleich um die Ecke wohnte. Die erste Begegnung mit der spanischen Küche war die schärfste Kartoffelsuppe, die ich jemals gegessen habe. Außerdem haben wir gleich am ersten Tag die Altstadt von Pamplona besichtigt, so dass ich auch gleich neue Eindrücke sammeln konnte.
Meine Gastfamilie war sehr nett und fürsorglich. Leider sprachen meine Gasteltern beide kein Englisch, und Deutsch natürlich auch nicht. Es gab also auch Verständigungen mit Händen und Füßen zwischen uns. Ich hatte in der Wohnung in einem der vielen Häuserblocks, die es hauptsächlich in Pamplona gab, ein eigenes Zimmer für mich.
Morgens zum Frühstück gab es „galletas con leche“, also Kekse in Milch, welche sich zu einem leckeren Brei vermischten – etwas ungewöhnlich für mich, aber lecker. Meistens trafen wir uns dann um 08:30 Uhr an der Schule, um von dort zu unseren täglichen Ausflügen zu starten. An einem Tag besichtigten wir Pamplona und machten eine Stadtrallye, um mehr über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erfahren. An einem anderen Tag fuhren wir zum Beispiel nach Olite und Lumbier, was meiner Meinung nach eines der schönsten Erlebnisse war. In Olite haben wir einen Rundgang über eine alte Burg gemacht, und in Lumbier wanderten wir durch die Foz de Lumbier, eine 1,3 km lange Schlucht. Das Wetter hat die ganze Zeit mitgespielt, und so konnten wir die Natur besonders genießen. Auch meine beiden Gastbrüder haben mich super integriert, und so sind wir am Wochenende zu dritt zu einem Fußballspiel gefahren. Da sie, so wie ich auch, große Fußballfans sind, hatten wir zusammen viel Spaß. Ich bekam sogar ein Andenken geschenkt, ein Trikot ihrer Lieblingsmannschaft CA Osasuna. Auch die anderen Ausflüge, zum Beispiel ans Meer und nach Bilbao, haben mir sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass wir in dieser kurzen Zeit wirklich alles gesehen haben, was es zu sehen gab.
Marc hatte montags und donnerstags Schlagzeugunterricht, weil er in einer Band spielte, und war deshalb an diesen zwei Tagen nachmittags nicht da. Das war aber kein großes Problem für mich. Nach der Schule waren wir alle immer auf dem benachbarten Bolzplatz. Dort spielten wir Fußball oder Basketball.
Was mir in der Zeit dort auffiel, war, dass die Schüler viel selbständiger als bei uns sind. Das merkte ich z.B. daran, dass sie abends noch allein aus dem Haus gingen und sich mit Freunden trafen. Auch gab es kein Schulessen, so dass Marc und sein Bruder sich ihr Essen zuhause gemacht haben. Abends gab es die Hauptmahlzeit des Tages, es gab immer etwas Warmes.

Der Schüleraustausch nach Pamplona war ein schönes Erlebnis für mich. Ich würde ihn unbedingt jedem weiterempfehlen. Ich habe tatsächlich viel Spanisch gesprochen und neue Freundschaften geschlossen. Aus meiner Sicht benötigt man keine besonderen Erfahrungen, um so einen Austausch als ein tolles Erlebnis zu empfinden. Man sollte sich nur auf Neues einlassen können. Wenn einem etwas einmal nicht gefällt oder die Kartoffelsuppe zu scharf ist, kann man es einfach sagen, denn die Spanier sind sehr verständnisvoll. Außerdem bekamen wir viele Komplimente von den Spaniern zu unseren Spanischkenntnissen.
Ich habe beim Austausch viele neue Erfahrungen gemacht. Manchmal wusste ich nicht, worüber ich mich mit Marc und der Gastfamilie unterhalten sollte. Jeden Tag kamen aber auf dem Schulweg neue Gesprächsthemen dazu und wir haben auf Spanisch und Englisch miteinander gesprochen.  Ich freue mich schon darauf, dass Marc im nächsten Frühjahr in Deutschland auch meine Familie und meine Freunde kennenlernen wird. Meine Eltern sprechen beide fließend Spanisch, so dass er es sicher noch einfacher haben wird als ich.
Julius Trenkmann, 9c