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Schulhund Rudi

  • „Rudi“ (Spitznamen: „Raudi“, „Rakete“, „Rumpel“), Husky-Schäferhund-Collie-Mischling geb. 2012 ist der Familienhund von Frau Stiller. Er stammt aus dem Tierschutz.
  • Franziska Stiller ist Lehrerin für die Klassen 5-12 in den Fächern Naturwissenschaften, Biologie und Geografie Gymnasium Ev. Schule Köpenick
  • Eigenschaften: ein Sonnenschein, immer gut gelaunt, sehr arbeitswillig, will immer alles richtig machen, sehr verspielt, Apportierfan, schnell wie eine Rakete; viel Energie einerseits… andererseits kann er sehr viel Ruhe ausstrahlen… je nach Situation; liebt es, von vielen Händen gestreichelt zu werden
  • Einsatz: in der Projektwoche „Tiere“ (Klasse 5) und außerdem bereichert Rudi ca. 1x/Woche als Lernbegleithund das Schulhaus. Er sorgt dadurch für eine sehr positive Grundstimmung, Motivation und viel gute Laune.
  • Rudi und Franziska Stiller haben den BHV-Hundeführerschein bestanden: „Der Träger des BHV-Hundeführerscheins hat bewiesen, dass er in der Lage ist, seinen Hund im Alltag und in der Öffentlichkeit so zu kontrollieren, dass dieser weder andere Menschen noch Hunde belästigt oder gefährdet. Er hat die Theorieprüfung über Sachwissen rund um den Hund bestanden.“ Der BHV-Hundeführerschein beinhaltet auch den Wesenstest des Hundes.
  • Im Arbeitskreis Schulhund Berlin finden regelmäßig an Wochenenden Austauschtreffen und Fortbildungen mit Pädagogen und deren Schul- und Therapiebegleithunden aus Berlin und Brandenburg statt:
  • ak-schulhund-berlin.de/index.html

Unser Hund im Klassenzimmer


„Therapiehunde tragen keinen weißen Kittel, stellen keine Anforderungen und haben keine Erwartungshaltung. Sie nähern sich unvoreingenommen und akzeptieren jeden Menschen ohne Vorurteile. Sie schenken Vertrauen und sind (…) vertrauenswürdig. Sie vermitteln Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Sie reagieren sensibel auf Stimmungen und Gefühle. Sie motivieren zum Leben.“


Als verlässliche Begleiter des Menschen übernehmen Hunde die vielfältigsten Aufgaben und fügen sich in die Gesellschaft ein. Ihre wichtigen Rollen, etwa ihre Arbeit als Diensthund bei Polizei oder Zoll oder ihr Einsatz als Rettungshund im Gebirge oder in Katastrophengebieten ist offensichtlich. Für Menschen mit Handicap sind Hunde zuverlässige Helfer, z.B. als Blindenführhund oder als Behinderten-Begleithund. Bei der Therapie psychisch Kranker gewinnen Hunde eine zunehmende Bedeutung. Aber auch im alltäglichen Leben übernehmen Hunde‚ ganz unscheinbar‚ eine wichtige Funktion. Als enger Sozialpartner helfen sie uns, Naturverständnis zu bewahren. Kinder, die mit Hunden aufwachsen, sind sozial kompetenter, ausgeglichener und bewegen sich nachweislich mehr als Altersgenossen, denen diese Erfahrung fehlt. Kurz: Hunde machen glücklich! (http://schulhund.beepworld.de/ (15.7.2016))

 


Stand früher die reine Wissensvermittlung als Kernauftrag im Zentrum des Lehrerberufs, wurde heute das soziale Miteinander im Schulleben in allen Altersstufen und Schulformen zu einem bedeutsamen pädagogischen Aspekt.

Aufmerksamkeit, Lern- und Anstrengungsbereitschaft, Konzentration bilden die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Schule soll leistungsstarke Schüler hervorbringen. Diese Leistungsanforderungen können bei Schülern Gefühle von Überforderung, Stress, Angst und Unmotiviertheit bewirken.

Tiere schaffen für viele Schüler einen neuen Lernzugang: Sie können insbesondere in der Grundschule beim Lesen lernen und bei Mathe helfen und in allen Altersstufen insbesondere auch bei der emotionalen Entwicklung. Über und mit dem Hund können bei Kindern und Jugendlichen Lernprozesse initiiert werden, die etwa ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern und Bindungsunsicherheiten vermindern. Wissenschaftlich gilt mittlerweile als erwiesen, dass die Anwesenheit von Hunden bei Kindern positive Verhaltensweisen wie Empathie, Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl fördert. Empirische Studien belegen, dass der Einsatz von Lernbegleithunden eine wirkungsvolle Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht ist. Bei Schülern und Lehrern führt das entspanntere Unterrichtsklima zu einer deutlich spürbaren Zufriedenheit und Motivation, wodurch der Lernerfolg gesteigert werden kann.

In Berlin werden seit einigen Jahren Schulhunde vor allem in Grundschulen und Förderzentren erfolgreich eingesetzt. In Regelklassen gestaltet es sich zwar es wegen der größeren Schülerzahlen schwerer, individuelle Übungen mit einem Schulhund umzusetzen. Aber auch hier kann ein Schulhund die Lernatmosphäre deutlich verbessern.

Hunde sind die ältesten Haustiere des Menschen und sehr eng an uns gebunden mit dem intuitiven Bestreben eine emotionale Beziehung aufzubauen. Sie gehören zur Gesellschaft dazu. Sie sind im alltäglichen Leben allgegenwärtig. Es ist daher auch im Sinne der Unfallprävention sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit ihnen erlernen.


Literatur und Links:

Heyer, Meike und Kloke Nora: Der Schulhund – Eine Praxisanleitung zur hundegestützten Pädagogik im Klassenzimmer, Nerdlen/Daun: Kynos 2011
www.schulhundweb.de (15.07.2016)
www.hupaed-berlin.de (15.07.2016)
www.tagesspiegel.de/berlin/schule/unser-hund-im-klassenzimmer/9426068.html (15.07.2016)
www.tagesspiegel.de/berlin/schule/schulhunde-nicht-jedes-tier-ist-geeignet/9426074.html (15.07.2016)