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Titel/Überschrift

Berufs- und Studienorientierung an der Evangelischen Schule Köpenick

Ausgangslage/ Situation/ Begründung

Studien (Sinus-Studie) haben gezeigt, dass zwar Jugendliche positiv ihrer beruflichen Zukunft entgegensehen, aber mehr als die Hälfte auch Angst vor Leistungsdruck in der Arbeitswelt hat. Bei der Berufswahl steht das Kriterium Spaß (als sehr uneindeutiger Begriff) an erster Stelle, gefolgt von den Kriterien „Eigene Neigungen und Fähigkeiten“. Hinzu kommt der Wunsch der Vereinbarkeit mit dem Privatleben/ Familie in Kombination mit hohem Einkommen. Bei der Erwartung an die Arbeitgeber/Unternehmen zeigen sich folgende Kriterien als sehr bedeutsam:

-        Gutes Verhältnis zu Kolleg*innen und Chef*innen

-        Karriere

-        Abwechslungsreichtum

 

Daraus schlossen wir für unsere Schule, dass es wichtig ist für die uns anvertrauten Schüler*innen aus diesem Potpourri ihre eigene persönliche Rangfolge zu eruieren. Dabei kommt der Stärken-Schwächen Analyse eine große Bedeutung zu, besonders da viele Schüler sich wenig Gedanken über ihre eigenen Fähigkeiten gemacht haben, bzw. diese nicht explizit ausdrücken können. Hinzu kommt, dass, entsprechend der Sinus Studie, viele Jugendliche wenig Ahnung von Berufsbildern und Berufsmöglichkeiten haben. Insgesamt fühlen sich Jugendliche trotz des großen Angebots an Informationen schlecht informiert, was eher die Bedeutung einer bedarfsgerechten Kommunikation der Informationen hervorhebt. Dies wollen wir an der ESK beachten, um die Schüler*innen im individuellen Rahmen weiterzubringen.   

 

Deswegen haben wir an der ESK bei der Umsetzung des Curriculums im Bereich BSO auf folgendes geachtet: Alle Schülerinnen und Schüler erhalten ab Klasse 8 Angebote zur Stärkung ihrer Berufswahlkompetenz und nehmen an Maßnahmen der Berufs- und Studienorientierung (BSO) teil. Dabei wird viel mit externen Partnern, wie der Arbeitsagentur für Arbeit (AA) oder anderen Anbietern von BSO, zusammengearbeitet, um die Berufswelt mehr mit der Schulwelt zu verknüpfen. BSO wird zwar im neuen Rahmenlehrplan als übergreifendes Thema behandelt, jedoch gibt es an der ESK noch kein fächerübergreifendes Konzept, nur einzelne Veranstaltungen, die der BSO und deren Stellenwert im schulinternen Curriculum Rechnung tragen.

 

Konkretes bestehendes Angebot

Konkret haben wir BSO an unserer Schule folgendermaßen umgesetzt:

 

1)    8. Klasse: Veranstaltung „Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ und Nachbereitung

 

2)  9. Klasse: Betriebspraktikum (3 Wochen)

 

 

3)  10. - 12. Klasse: Berufsinformationstag (BIT)

 

 

4)  Oberstufe: Zusatzkurs Studium und Beruf (ZKSB)

 

5)  Schulsprechstunde der Agentur für Arbeit (AA): Berufsberatung für Schüler*innen in der Schule ca. einmal im Monat (ab Klasse 9)

 

 

6)  Sonstiges:

a.     Schreiben von Bewerbungen im Deutschunterricht in 8. Klasse

b.     Vereinzelte Vorträge bzw. Exkursionen im Rahmen des ZKSB sind auch für Schüler der Oberstufe/ 10. Klasse geöffnet (z.B. Besuch der Hochschule Wildau oder Freien Universität Berlin, Vorträge zu Freiwilligem Jahr, Bewerbungsknigge, Stipendien, Universitäten im Ausland, etc…), teilweise begrenzte Kapazitäten

c.     Vorstellung der „Wege nach dem Abitur“ durch AA für 11. Jahrgang

d.     Teilnahme am Girls’/Boys’ Day in allen Jahrgangsstufen

Ziel / Absicht

Schüler*innen unserer Schule sollen eine ihren Stärken und Fähigkeiten entsprechende und weniger an Geschlechterstereotypen orientierte Berufswahlentscheidung treffen können. Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können. Die Schüler sollen sich dabei mit den 3 Bereichen:

 

-        Was kann ich?

-        Was will ich?

-        Was gibt es?

 

Rahmenbedingungen
Termine (Beginn/ Ende)
Beteiligte
Verantwortliche
Ressourcen

8. Klasse: Die Veranstaltung „Komm auf Tour“ findet meist im November/ Dezember des Schuljahres statt.

Meist finden diese Veranstaltungen im FEZ statt. Diese Exkursionen dauern nie den ganzen Tag. Die Klassenlehrer*innen kümmern sich um die konkrete Organisation der Exkursion und übernehmen die inhaltliche Vor- und Nachbereitung. Material dazu wird vom Veranstalter organisiert.

 

9. Klasse: Das Betriebspraktikum wird vom BSO-Koordinator gemeinsam mit den Stundenplaner*innen und den Klassenlehrer*innen organisiert. Die Durchführung des Praktikums ist in den letzten drei Wochen vor den Winterferien (ausschließlich Freitag: dann wird das Praktikum im Klassenverband ausgewertet und die Zeugnisse ausgegeben).

 

10. Klasse: Berufsinformationstag (BIT) findet im Januar statt, meist Freitag in der zweiten Schulwoche nach den Weihnachtsferien. Die Vorträge werden oftmals von Eltern oder der Schule nahestehende Personen abgehalten.

 

11./12. Jahrgang: Zusatzkurs findet im Rahmen des Unterrichts der Oberstufe statt.

 

Schulsprechstunde der Agentur für Arbeit (AA) wird gemeinsam mit dem zuständigen Mitarbeiter des AA abgesprochen. Mitteilung an Stundenplaner*innen für Aushang am Vertretungsplan. Anmeldung über Liste im Sekretariat.

 

Veranstaltung „Wege nach dem Abitur“ findet am letzten Freitag vor den Winterferien statt.

Fortbildungsbedarf

Um den Personenkreis zu diversifizieren, wäre es ganz gut, wenn 1-2 Kolleg*innen an Veranstaltungen zur BSO teilnehmen würden, z.B.

https://www.sdw.org/das-bieten-wir/transferaktivitaeten/studien-und-berufs-orientierung-wirksam-begleiten/ueberblick.html

oder

https://komm-auf-tour.de/angebote/

 

 

Evaluation
Wann ist das Projekt erfolgreich?
Wie wird evaluiert?

Eine Evaluation findet für jedes einzelne Projekt statt:

 

8. Klasse/ Komm auf Tour: Evaluation durch begleitende Lehrkräfte, eingefordert sowohl vom Veranstalter, als auch durch Schüler*innen im Klassenverband.

 

9. Klasse/ Betriebspraktikum:  Evaluation im Klassenverband, Feedback von Klassenlehrer*innen an BSO-Koordinator. Zudem zeigt sich die Qualität des Betriebspraktikums in dem Niveau der Praktikumsberichte, die im FB Deutsch über das Praktikum geschrieben werden.

 

10. Klasse/ BIT: Fragebogen an 10. Klässler, Oberstufe und Eltern zur organisatorischen und inhaltlichen Verbesserung des BIT, Skala 1-10 gibt an, wie diese von den Schüler*innen und Eltern wahrgenommen wird. Durchschnitt sollte immer bei mindestens 7 liegen.

 

Oberstufe/ Zusatzkurs: Die Qualität des Kurses zeigt sich in einer beständigen Evaluation während des Semesters, um auf spezielle Bedürfnisse des Kurses eingehen zu können, aber auch in den Arbeiten, Übungen und Produkten, die während des Unterrichts erstellt werden.